Algerien gegen Österreich 3:3: Wahnsinns-Comeback in der Nachspielzeit
Ein Fußballfest mit sechs Toren, zwei Führungswechseln und einem dramatischen Finish: Algerien und Österreich trennten sich in der Gruppe J der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit einem 3:3-Remis, das bis zur letzten Sekunde für Spannung sorgte. Vor 69.045 Zuschauern im GEHA Field at Arrowhead Stadium lieferten sich beide Teams ein offenes Schlagabtausch-Spiel, das erst in der Nachspielzeit seinen endgültigen Ausgang fand.
Algerien gegen Österreich 3:3: Wahnsinns-Comeback in der Nachspielzeit · Senior Airman Thomas Barley / Wikimedia Commons (Public domain)
Algerien Österreich Spielbericht: Der Spielverlauf im Überblick
Das Duell Algerien gegen Österreich WM 2026 begann zunächst zäh, ehe im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit spürbar Bewegung ins Spiel kam. Marko Arnautovic brachte Österreich in der 28. Minute in Führung und zeigte damit früh, dass die Mannschaft von Ralf Rangnick auch gegen ballbesitzstarke Gegner torgefährlich bleibt.
Doch Algerien ließ sich nicht beirren. Noch vor der Pause glich Rafik Belghali in der 45. Minute zum 1:1 aus – ein perfekter Zeitpunkt, um mit neuem Schwung in die Kabine zu gehen.
Zweite Halbzeit: Doppelschlag und Mahrez-Show
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel zunächst erneut. Marcel Sabitzer traf in der 55. Minute zum 2:1 für Österreich und brachte die Rangnick-Elf wieder in Führung. Die Antwort der Algerier ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Riyad Mahrez, der Star im algerischen Offensivspiel, glich in der 60. Minute zum 2:2 aus.
Das Spiel schien sich einem Remis entgegenzuneigen, bis Mahrez in der 90+3. Minute erneut zuschlug und Algerien mit seinem zweiten Treffer des Abends scheinbar den Sieg sicherte. Die algerischen Fans im Stadion feierten bereits den Vollerfolg – doch das Algerien Österreich Ergebnis sollte noch eine Wendung nehmen.
Der Schlusspunkt: Kalajdzic rettet Österreich
In einer der dramatischsten Schlussphasen dieser WM-Gruppenphase gelang Sasa Kalajdzic in der 90+6. Minute der Ausgleich zum finalen 3:3. Der eingewechselte Angreifer nutzte die letzte Gelegenheit der Partie und bewahrte Österreich vor einer Niederlage, die angesichts des Spielverlaufs bitter gewesen wäre.
Statistischer Rückblick: Algerien dominierte den Ballbesitz
Die Zahlen des Spiels unterstreichen, wie unterschiedlich beide Teams ihre Spielanteile nutzten:
- Ballbesitz: Algerien 65 % – Österreich 35 %
- Torschüsse: Algerien 12 – Österreich 10
- Schüsse aufs Tor: Algerien 5 – Österreich 3
- Ecken: Algerien 0 – Österreich 3
- Pässe: Algerien 754 – Österreich 396
- Fouls: Algerien 3 – Österreich 7
- Gelbe Karten: Algerien 0 – Österreich 1
- Abseits: Algerien 1 – Österreich 3
- Paraden: Algerien 1 – Österreich 2
Trotz der klaren Überlegenheit im Ballbesitz und bei den Passquoten gelang es Algerien nicht, diese Dominanz in einen Sieg umzumünzen. Österreich zeigte sich effizienter im Umschaltspiel und nutzte seine wenigen, aber gefährlichen Torschussmöglichkeiten konsequenter aus – ein Muster, das sich auch in der höheren Foulzahl der Österreicher widerspiegelt, die defensiv oft nur durch taktische Fouls Schlimmeres verhindern konnten.
Die Aufstellungen im Überblick
Algerien: Oussama Benbot, Ramy Bensebaini, Aïssa Mandi, Jaouen Hadjam, Rafik Belghali, Ibrahim Maza, Nabil Bentaleb, Farès Chaïbi, Amine Gouiri, Houssem Aouar, Riyad Mahrez
Österreich: Alexander Schlager, David Alaba, Philipp Lienhart, Phillipp Mwene, Stefan Posch, Romano Schmid, Xaver Schlager, Nicolas Seiwald, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer, Konrad Laimer
Beide Trainerteams setzten auf ihre Stammformationen mit erfahrenen Führungsspielern. Auf algerischer Seite bildeten Mahrez und Aouar die kreative Achse, während bei Österreich die Routiniers Alaba und Arnautovic für Stabilität und Torgefahr sorgten.
Einordnung: Was bedeutet das Remis für die WM 2026 Gruppe J?
Das torreiche Unentschieden zwischen Algerien und Österreich zeigt exemplarisch, wie ausgeglichen die Gruppe J bei dieser Weltmeisterschaft besetzt ist. Beide Mannschaften bewiesen Offensivqualität, ließen aber auch defensive Schwächen erkennen – ein Umstand, der in den kommenden Gruppenspielen entscheidend werden könnte.
Für Algerien bleibt die Erkenntnis, dass spielerische Überlegenheit allein nicht für drei Punkte reicht. Das Trainerteam wird die Chancenverwertung und die defensive Stabilität in der Schlussphase genau analysieren müssen, um in den nächsten Partien nicht erneut einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand zu geben.
Österreich hingegen kann mit dem späten Ausgleich einen wichtigen Punktgewinn verbuchen. Die Fähigkeit, auch in aussichtslos wirkenden Situationen bis zur letzten Minute zu kämpfen, könnte sich als mentaler Vorteil für die restliche Gruppenphase erweisen.
Was passiert als Nächstes?
Beide Teams müssen nach diesem emotionalen Auftaktergebnis ihre Taktik für die kommenden Gruppenspiele feinjustieren. Die Tabellensituation in Gruppe J bleibt nach diesem Remis spannend, da weder Algerien noch Österreich frühzeitig einen entscheidenden Vorsprung herausspielen konnten.
Fans beider Nationen dürfen sich auf weitere umkämpfte Partien freuen – das Duell in Kansas City hat gezeigt, dass in dieser Gruppe bis zur letzten Minute mit allem zu rechnen ist.
Häufig gestellte Fragen zum Spiel
Wie endete das Spiel Algerien gegen Österreich bei der WM 2026?
Die Partie endete 3:3 unentschieden. Österreich führte zunächst durch Arnautovic, Algerien glich vor der Pause aus. Nach einem weiteren Führungswechsel durch Sabitzer und Mahrez sicherte Kalajdzic in der Nachspielzeit den Ausgleich für Österreich.
Wer waren die Torschützen im Spiel?
Für Österreich trafen Marko Arnautovic (28.), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90+6.). Für Algerien erzielten Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60., 90+3.) die Treffer, wobei Mahrez mit einem Doppelpack der auffälligste Offensivspieler war.
Wo fand das Spiel statt?
Die Begegnung wurde im GEHA Field at Arrowhead Stadium ausgetragen, das mit 69.045 Zuschauern gut gefüllt war.
Welches Team hatte mehr Ballbesitz?
Algerien dominierte mit 65 % Ballbesitz gegenüber 35 % für Österreich und kam auch auf deutlich mehr Pässe (754 zu 396).
Häufige Fragen
Die Partie endete 3:3 unentschieden. Österreich führte zunächst durch Arnautovic, Algerien glich vor der Pause aus. Nach einem weiteren Führungswechsel durch Sabitzer und Mahrez sicherte Kalajdzic in der Nachspielzeit den Ausgleich für Österreich.
Für Österreich trafen Marko Arnautovic (28.), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90+6.). Für Algerien erzielten Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60., 90+3.) die Treffer, wobei Mahrez mit einem Doppelpack der auffälligste Offensivspieler war.
Die Begegnung wurde im GEHA Field at Arrowhead Stadium in Kansas City ausgetragen, das mit 69.045 Zuschauern gut gefüllt war.
Algerien dominierte mit 65 Prozent Ballbesitz gegenüber 35 Prozent für Österreich und kam auch auf deutlich mehr Pässe, 754 zu 396.
Sasa Kalajdzic erzielte den Ausgleich in der 90+6. Minute, praktisch mit dem letzten Angriff der Partie.
Riyad Mahrez traf doppelt, in der 60. und in der 90+3. Minute, und war damit der auffälligste Offensivspieler Algeriens.
Österreich startete mit Alexander Schlager, David Alaba, Philipp Lienhart, Phillipp Mwene, Stefan Posch, Romano Schmid, Xaver Schlager, Nicolas Seiwald, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer.
Algerien setzte auf Oussama Benbot, Ramy Bensebaini, Aïssa Mandi, Jaouen Hadjam, Rafik Belghali, Ibrahim Maza, Nabil Bentaleb, Farès Chaïbi, Amine Gouiri, Houssem Aouar und Riyad Mahrez.
Trotz weniger Ballbesitz und weniger Torschüssen nutzte Österreich seine Chancen effizienter, während Algerien mit 12 Torschüssen zu 10 mehr Abschlüsse hatte, aber nicht überlegen abschloss.
Österreich erhielt eine Gelbe Karte, während Algerien mit null Verwarnungen deutlich disziplinierter blieb, obwohl Österreich insgesamt mehr Fouls beging, sieben zu drei.
Beide Teams teilen sich einen Punkt, wodurch die Tabellensituation in Gruppe J nach dem ersten Spieltag weiterhin offen und eng bleibt.
Algerien konnte seine klare Überlegenheit bei Ballbesitz und Passquote nicht in einen Sieg ummünzen und ließ in der Schlussphase defensiv die Führung noch entgleiten.
Die Fähigkeit, auch in aussichtslosen Situationen bis zur letzten Minute zu kämpfen, kann Österreich als mentalen Rückhalt für die weiteren Gruppenspiele dienen.
Beide Teams müssen ihre Taktik für die kommenden Gruppenspiele anpassen, da nach dem Remis noch kein Team einen entscheidenden Vorsprung in Gruppe J herausgespielt hat.
Österreich trat drei Eckbälle, während Algerien trotz mehr Ballbesitz keine einzige Ecke erzielte.
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